Ben Cazón

Geboren am 20.06.2004, 55 cm groß, 4040 g schwer
Die Eltern Sandra und Guido berichten:

Ben ist unser erstes Kind und hat sich an einem Sonntagmorgen 14 Tage vor dem errechneten Geburtstermin mit dem Platzen der Fruchtblase angekündigt.
Es war ein herrlicher Morgen und auch wenn alles aufregend war, fühlte ich mich sicher und zu Hause in vertrauter Umgebung auch sehr entspannt. Unsere Hebamme Birte Laudien kam kurze Zeit später vorbei, um mich zu untersuchen. Es war alles in Ordnung, der Kopf war schon ins Becken gerutscht und wir freuten uns gemeinsam auf die Ankunft des kleinen neuen Erdenbürgers.

Mein Mann war sehr aufgeregt. Es war ja noch nicht alles vorbereitet. Da mussten noch Babysachen gewaschen werden! Was zieht man so einem kleinen Wurm eigentlich an? Zum Glück war Birte da und stand uns auch in diesen Fragen zur Seite. Durch ihre Nähe und die fröhliche Ruhe, die sie ausstrahlte, fühlten auch wir uns viel sicherer und entspannter.
Auf ihren Rat hin gingen mein Mann und ich in unserem kleinen Dorf spazieren, damit die Wehen richtig in Gang kommen konnten. Wir gingen an Wiesen und Felder vorbei, es duftete nach Gras und Getreide, die Sonne schien und alles war so friedlich. Wir umarmten uns, spürten diesen Frieden und das Glück durch uns hindurchströmen und die Zeit schien für einen Moment stehen zu bleiben. Da wussten wir einfach, alles wird gut gehen.

Wieder zu Hause, so gegen 14 Uhr, setzten die Wehen dann richtig ein. Wir aßen noch gemeinsam eine Kleinigkeit, mein Mann nahm draußen die Babywäsche ab und dann machten wir uns langsam auf ins Geburtshaus.

Dort angekommen, probierte ich verschiedene Geburtsstellungen im Bett, im Stehen und auf dem Ball aus. Die Wehen kamen jetzt kräftig und häufig hintereinander. Schließlich entschied ich mich, in die Badewanne zu gehen, wo ich dann auch blieb. Hier konnte ich mich besser bewegen und das warme Wasser wirkte entspannend.
Jetzt kam auch Claudia Ronsöhr als zweite Hebamme dazu und so saßen die beiden Frauen und mein Mann vor der Badewanne, ich darin und gemeinsam veratmeten wir Wehe für Wehe. Das sah bestimmt sehr lustig aus, war für mich aber ein hartes Stück Arbeit. Die ganze Zeit über fühlte ich mich sicher und geborgen und ich war von lieben und vertrauten Menschen umgeben. Es hätte keinen schöneren Ort und Zeitpunkt für die Geburt unseres Sohnes geben können.

Es schien wie ein kleines Wunder, als Ben dann endlich da war und ich ihn das erste Mal in den Armen halten konnte. Wir genossen diese ersten Minuten ganz in Ruhe und voller Glück.
Während ich anschließend von den Hebammen liebevoll versorgt wurde, konnte mein Mann die ersten Minuten in Ruhe mit seinem Sohn genießen. Es war ein schönes und beruhigendes Gefühl zu wissen, dass Ben bei seinem Papa auf dem Bauch schön kuschelig im Bett lag. Nachdem auch das Nähen überstanden war, kuschelten wir uns zu dritt in das große Bett. Ich konnte mich ein wenig ausruhen und Ben das erste Mal an der Brust nuckeln.
Nach den ganzen Anstrengungen aßen wir noch alle gemeinsam Erdbeertiramisu, das wir von zu Hause mitgebracht hatten und fuhren anschließend als kleine, stolze Familie nach Hause.

Dank der liebevollen Betreuung während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett, der entspannten Atmosphäre und dem Zuspruch, auf die eigenen Kräfte zu vertrauen, konnte ich die Geburt meines Sohnes als das schönste und tiefste Erlebnis meines Lebens empfinden.