Samuel Andreas

Geboren am 25.06.2009, 52 cm groß, 3180 g schwer
Die Eltern Silke und Norman berichten:

Schon mit dem konkreter werdenden Kinderwunsch hatte mich die Frage des Geburtsortes beschäftigt und so wusste ich lange vor dem positiven Test vom Geburtshaus. Über eine Freundin nahm ich in der Frühschwangerschaft dann Kontakt auf und meldete mich in der siebten Schwangerschaftswoche zu den Vorsorgen und zu einer geplanten Entbindung bei Andrea an. Noch vor Weihnachten hatte ich die erste Vorsorge bei Birte – und war restlos überzeugt, die Frauenärztin nur noch für die Ultraschalluntersuchungen zu sehen. Die individuelle, eingehende Beratung und die Ermutigung, in den eigenen Körper zu fühlen, später auch selbst zu fühlen, wie das Kind liegt, entsprach mir viel mehr als der Blick auf einen Bildschirm, der scheinbar nichts mit meinem Bauch zu tun hatte.
Nach und nach lernte ich die anderen Hebammen kennen, ging zum Schwangerenschwimmen bei Andrea, zur Akkupunktur (gegen Wasser und einmal geburtsvorbereitend) zu Susanne K., zu einem kurzen finanziellen Check zu Susanne H und zum Vorbereitungskurs mit Claudia. Daneben war ich gern gesehener Gast beim Stillfrühstück – schließlich kann man mit Kind im Bauch einerseits Brötchen schmieren und andererseits erste Erfahrungen mit den Kindern sammeln.
So vergingen der Winter und der Frühling, der Frühsommer kam, mein Bauch rundete sich nur leicht und Beschwerden hatte ich auch keine, und doch wollte ich, dass es losginge. Endlich war die Rufbereitschaft erreicht. Birte sagte aber bei jeder Untersuchung, dass mein Gefühl, Samuel käme 10 Tage früher (26./27.6.) Einbildung sei, weil er klein sei und weit oben liege – bei der dann letzten Vorsorge revidierte sie ihr Urteil vorsichtig. Aber ich war kaum überrascht, als ich am 23. ein erstes leichtes Ziehen verspürte, dass sich über den 24. hielt (mit Schwimmen und viel spazierengehen). Endlich tat sich etwas! Das Ziehen war leicht und als ich abends auf die Uhr schaute auch regelmäßig. Nachts rief ich Susanne H. an, was mehr einem inneren Bedürfnis als tatsächlichen Schmerzen geschuldet war. Die setzten erst nach vier Uhr ein, als sie uns wieder verlassen hatte. Als ich um Viertel nach fünf Pressdrang hatte, wurden wir dann aber doch unruhig, organisierten ein Auto und waren um 6 im Geburtshaus. Dort durfte ich nach einer kurzen Untersuchung in die Wanne und bekam grünes Licht. Um 6.51h schwamm Samuel dann mit den ersten Sonnenstrahlen in die Wanne.
Dass neben Susanne H. nun auch Susanne K. und Leonie mit Norman neben der Wanne saßen, hatte ich kaum mitbekommen.
Ich bin überglücklich für diese Geburt, in der ich allein mit mir und meinem Kind am Arbeiten war – in einer Ruhe, die zwar subjektiv scheint, aber in einem Krankenhaus sicher nie möglich gewesen wäre (schon wegen eines CTGs). So eine schnelle, schmerzarme Geburt ist ein Geschenk, das Kind, das ebenso ruhig und ausgeglichen ist, ein Wunder. DANKE

Ich danke euch Hebammen für eure Arbeit! Dafür, dass ihr den Frauen ein Gefühl dafür vermittelt, dass es das Natürlichste und Schönste ist, sein Kind selbstbestimmt auf die Welt zu bringen, dass ihr ihnen Mut und Kraft gebt. Und danke Birte, dass du unser Tempo im Wochenbett ausgehalten und sanft gebremst hast!

Von ganzem Herzen, Silke und Norman Kuhlmann mit Samuel